Symptome & Diagnose
Multiple Sklerose ist die Krankheit mit den 1000 Gesichtern. Es gibt kein typisches Symptombild. Die Symptome sind erstens von der Lage und zweitens vom Ausmaß der Schädigungen in Gehirn und Rückenmark abhängig. Anfängliche Anzeichen werden oft übersehen oder einem anderen Krankheitsbild zugeschrieben. Oft dauert es Jahre, bis Betroffene beim MS-Spezialisten sind und die Diagnose feststeht. Die meisten Betroffenen erleben im Verlauf der Krankheit mehrere Symptome. Manche haben über lange Perioden keinerlei Krankheitszeichen, weil das Gehirn den entstandenen Ausfall gewisser Nervenleitungen kompensieren kann. Einige Symptome wie Gangunsicherheit, Zittern oder Sprechstörungen sind für Angehörige und Dritte sichtbar, andere unsichtbar. Unsichtbare Symptome wie Müdigkeit, Schmerzen, Blasenstörungen oder kognitive Einschränkungen können Betroffene im Alltag jedoch genauso schwer belasten wie sichtbare.
Das Verständnis biologischer Vorgänge ist eine wichtige Voraussetzung für den konstruktiven Umgang mit der Krankheit im Alltag. Angehörige und Freunde haben die Möglichkeit, Symptome mit dem MS-Simulator nachzuempfinden.
Bis heute gibt es kein eindeutiges Diagnoseverfahren, mit dem sich die Krankheit sicher diagnostizieren oder ausschließen lässt. Besteht ein Verdacht auf Multiple Sklerose, wird der Arzt verschiedene Untersuchungen anordnen. Je früher die Multiple Sklerose diagnostiziert und behandelt wird, desto besser stehen die Behandlungschancen!